Die Leute kennenlernen
Ich will wissen, mit wem ich arbeite — nicht nur die Rolle. Vertrauen macht fast alles leichter.
Die Momente, in denen man spürt: Hier entsteht gerade gemeinsam etwas Sinnvolles.
Ich will wissen, mit wem ich arbeite — nicht nur die Rolle. Vertrauen macht fast alles leichter.
Ich mag den Moment, wenn aus chaotischer Kreativität plötzlich eine Richtung wird. Wenn aus vielen Gedanken etwas entsteht, bei dem alle sagen: Ja. Genau da wollen wir hin.
Nicht allein am Schreibtisch. Lieber mit Menschen, die ihre ganz eigene Perspektive und Expertise mitbringen. Wenn daraus plötzlich etwas entsteht, das keiner allein so hätte bauen können — genau das macht für mich den Unterschied.
Geschichten von unterwegs
Kein Lebenslauf. Ein paar Abenteuer.
Eine große Ideenliste. Ein sehr großes Backlog. Achtzehn Monate später: Go-Live.
Es begann mit einer langen Liste aus Ideen, Wünschen und Anforderungen — und Diskussionen darüber, was zuerst kommen soll. Also saßen wir vor einem sehr großen Backlog. Wir schoben um, stritten, einigten uns, priorisierten. Dann nochmal. Und nochmal. Was folgte: unzählige Gespräche, Verhandlungen, Änderungen, Iterationen und Development-Sprints. Achtzehn Monate später ging das Gesundheitsportal live — ein digitaler Service für Bürger, Organisationen und Gesundheitsbehörden.
Ein Ort statt vieler Systeme. Und dann fing die eigentliche Arbeit an.
Das Ziel klang einfach: aus einer Welt unterschiedlicher B2B-AfterSales-Systeme einen Ort machen, an dem Leute Dinge erledigen können. Was folgte, war alles andere als einfach. Feature um Feature, Integration um Integration, Markt um Markt. Über mehr als 40 Sprints habe ich versucht, Abhängigkeiten zu erkennen, Risiken klein zu halten und das Ganze in Bewegung zu behalten. Es kam immer etwas, das wir nicht vorhergesehen hatten. Aber mit einem starken Team, einer guten Portion Pragmatismus und ziemlich viel Spaß unterwegs haben wir’s hingekriegt — Sprint für Sprint.
Von „keine Ahnung“ zu „warte… das könnte klappen“
Ich freue mich über Räume mit leerer Wand, Sticky Notes und Menschen, die das Problem unterschiedlich sehen. Über 50 Workshops später weiß ich: Die erste Idee ist selten die gute. Wir haben viel ausprobiert, einiges verworfen, und ab und zu war ich genauso unsicher wie alle anderen. Genau dann wird’s interessant — besonders, wenn AI und neue Technik plötzlich Teil der Frage werden.
Was hängen geblieben ist
Wenn etwas schiefläuft, hilft kein Schönreden. Offen damit umgehen, ehrlich sein und gemeinsam nach vorne schauen – darauf kommt es an.
Fast immer. Neue Erkenntnisse, neue Anforderungen, Dinge, die man vorher nicht gesehen hat. Entscheidend ist nicht, dass alles nach Plan läuft – sondern dass man vernünftig damit umgeht.
Teams können über Chats, Calls und Tools unglaublich viel schaffen. Aber für manche Dinge braucht es einen Tisch, ein paar Menschen und ein echtes Gespräch.
Offene Fragen
Dinge, über die ich gerne weiter nachdenke — auch nach Feierabend.
Warum klebt manches am Alltag fest — und anderes verschwindet nach dem Launch wieder?
Wie sieht gute Zusammenarbeit aus, wenn ein Teil des Teams kein Mensch mehr ist?
Was bleibt von Agilität übrig, wenn die Organisation groß und unübersichtlich wird?

Dann schwimme, radle und laufe ich manchmal freiwillig mehrere Stunden am Stück. Scheinbar mag ich es, Dinge unnötig schwer zu machen. Dazwischen: neue Orte, Fußball, Familie — und die Freude, komplizierte Dinge so zu zeichnen, dass sie plötzlich einfach wirken.
Einfach ein Gespräch auf LinkedIn. Kaffee, Bier oder ein kurzes Hello — alles okay.
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